Kinderhaut
hat spezielle
Anforderungen.


Kinder sind häufiger betroffen als Erwachsene

Während nur etwa 4 % der Erwachsenen in Deutschland an Neurodermitis erkrankt sind, liegt die Häufigkeit an Neurodermitis zu erkranken, bei Kindern in Deutschland zur Zeit zwischen 12 und 15 %. Die Neurodermitis beginnt meist im Säuglings- und Kindesalter. Bei 50 %  der Betroffenen treten erste Symptome im ersten Lebensjahr auf. Erstes Anzeichen kann der sogenannte Milchschorf sein, der bei Säuglingen am Kopf auftritt und eine weißlich-gelbe Schuppenkruste bildet, die an verbrannte Milch erinnert. Doch nicht jeder Säugling mit Milchschorf entwickelt tatsächlich eine Neurodermitis. Nicht zu verwechseln ist der Milchschorf mit dem talgigen, gelblichen Kopfgneis, der bei Säuglingen häufig auftritt und von alleine wieder verschwindet.

Kinderhaut richtig pflegen

Kinderhaut ist dünner als die Haut von Erwachsenen. Außerdem tragen eine noch verminderte Talg- und Schweißdrüsenfunktion zu einer verstärkten Neigung zu Hauttrockenheit bei. An Hautpflegeprodukte für Kinder werden besondere Anforderungen gestellt. Auf Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sollte verzichtet werden. Auch Urea sollte bei Kleinkindern unter 4 Jahre nicht verwendet werden. 

Bei Neurodermitis ist die zweimal tägliche Hautpflege, die sogenannten Basispflege, wichtiger Bestandteil der Neurodermitistherapie. Diese sollte auch über die Zeit eines akuten Schubes hinausgehen, um so die schubfreie Zeit zu verlängern. Eine große Herausforderung in der Basispflege der Neurodermitis ist es, die Kinder (und Eltern) für die tägliche Hautpflege zu begeistern. Ein angenehm sanftes Auftragen auf die Haut, schnelles Einziehen in die Haut und kein auf der Haut zurückbleibender Fettfilm sind gute Voraussetzungen, das tägliche Eincremen zu einem Ritual werden zu lassen, das Spaß macht. Vergessen Sie dabei nicht, auch Hautbereiche einzucremen, die scheinbar „normal“ aussehen. Auch dort ist der beschriebene Barrieredefekt vorhanden.

Ist Neurodermitis durch präventives Eincremen von Säuglingen vermeidbar?

Neugeborene, bei denen mindestens ein Elternteil an Neurodermitis, Heuschnupfen oder einer anderen atopischen Erkrankung leidet, gelten als besonders gefährdet, an Neurodermitis zu erkranken. Es gibt Hinweise darauf, dass bei Kindern, die besonders gefährdet sind, eine Neurodermitis zu entwickeln, das tägliche Eincremen von Geburt an, die Entstehung von Ekzemen verhindern oder zumindest verzögern kann. Weitere Untersuchungen sind nötig, um hier eine gesicherte Aussage treffen zu können.